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Windkraftbranche in Angst vor der Flaute

Nachtabschaltung durch Interimsverfahren?

Die Windkraftbranche ist in Sorge, dass künftig vielen Windparks die Nachtabschaltung droht:

„Schuld“ sind veränderte Bemessungsfaktoren zum Schall- Immissionsschutz bei Windenergieanlagen, die im November 2017 von der Umweltministerkonferenz auf Empfehlung der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) beschlossen wurden.
Link zum LAI-Dokument "Hinweise zum Schallimmissionsschutz bei Windkraftanlagen (WKA)

Anlagenbetreiber müssen sich jedoch nicht auf Prognosen stützen, weil präzise Messungen nach dem Stand der Technik möglich sind.

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Berechnen Sie direkt den Unterschied zwischen Interimsverfahren und bisherigem Verfahren für Ihre Windenergieanlage(n).


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Interimsverfahren

Seit das Wort Interimsverfahren in der Windenergiebranche die Runde macht, sind viele Anlagenbetreiber in Sorge, ob die neuen Prognosewerte am Ende zur zwangsweisen Nachtabschaltung der Windenergieanlagen führen.

Das hätte für viele Betreiber empfindliche, vor allem finanzielle Folgen, weil Amortisierungsplanungen plötzlich ins Wanken geraten können.

Worum geht es dabei?

Die Prognose für Windenergieanlagen wird drastisch verschärft, lautere Pegel für Windenergieanlagen von 4 dB(A) und mehr sind zu erwarten. Aktuell ist noch nicht klar, wann genau die einzelnen Bundesländer entsprechende Verordnungen erlassen: Allerdings haben bereits Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entsprechende Maßnahmen ergriffen – dass die anderen Bundesländer folgen werden, ist angesichts der Brisanz des Themas nur noch eine Frage der Zeit.

Was ändert sich?

Es werden sich maßgeblich zwei Faktoren der aktuellen Prognosepraxis ändern:
- Die Bodendämpfung wird zukünftig vernachlässigt
- Die Ausbreitung wird frequenzselektiv betrachtet.

Vergleich bisheriges Verfahren vs. Interimsverfahren

Rechenbeispiel: 100 Meter hohe und 105 dB(A) laute Windenergieanlage ¬– Vergleich zwischen bisherigem Verfahren und Interimsverfahren. Quelle: deBAKOM

Unter Berücksichtigung des Referenzspektrums der LAI-Hinweise ist für große Entfernungen mit bis zu 4 dB(A) höheren Pegeln zu rechnen: Der Wert steigt noch höher, wenn das spektrale Verhalten der Anlage mehr Energie im tieffrequenten Bereich aufweist als das Referenzspektrum.

Was sind die Folgen?

Auch bei Projekten die gemäß dem bisherigem Verfahren einen ausreichenden Abstand zum Richtwert nach TA Lärm haben sind Leistungsreduzierungen in der Nacht möglich, auch die nächtliche Stilllegung der Anlage ist nicht auszuschließen.

Achtung: Betroffen sind nicht nur Projekte in der Genehmigungsphase oder Windparks, deren Hauptsacheverfahren noch nicht abgeschlossen sind. Auch alle Bestandsanlagen können in den Fokus der neuen Regelung fallen:

Nach §5 BImSchG gehört es zu den Pflichten eines Betreibers von Windenergieanlagen, den in §3 definierten Stand der Technik einzuhalten!

Was ist die Grundlage der Prognose?

Die Prognose basiert auf Worst-Case-Szenarien. Dabei geht sie zum einen davon aus, dass sich jederzeit alle WEA eines Parks im lautesten Zustand befinden – eine Annahme, die für die in Deutschland üblichen Windverhältnisse nicht zutreffend ist. Zum anderen geht die Prognose davon aus, dass alle Windenergieanlagen auf alle umliegenden Immissionsorte immer unter Mitwindbedingungen (also durch „Rückenwind“ verstärkt) einwirken. In aller Regel kommt der Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Bereits die Studie, auf der basierend die LAI-Hinweise angepasst wurden, hat deutlich geringere Pegel für Immissionsorte in Querwindrichtung festgestellt.

Die Lösung des Problems?

Unterm Strich wird eine realistische Betrachtung im Rahmen einer Langzeitmessung, die maßgebliche technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) berücksichtigend, zwangsläufig zu erheblich niedrigeren Pegeln führen, als das nach dem Interimsverfahren zu erwarten ist. Die deBAKOM bietet daher ihren Kunden eine Langzeitmessung über mehrere Wochen an, die ein große Zahl an Windrichtungen, Wetterlagen und Betriebszuständen abdeckt. Dies schließt auch das Regelverhalten der Windenergieanlage mit ein. Dabei fließt die über 35-jährige Erfahrung im Bereich Langzeitmessung der deBAKOM individuell in jedes Projekt mit ein. Die Folge:

Drohende Ertragsverluste durch Reduzierung der Leistungsfähigkeit oder gar deren Abschaltung können verhindert werden.

Zur deBAKOM

Die deBAKOM GmbH Gesellschaft für sensorische Messtechnik mbH mit Sitz in Odenthal verfügt über mehr als 35-jährige Erfahrung bei Schallmessungen (Langzeitmessungen) und Schallprognosen sowie in der Schallmesstechnik.

Wir sind bekanntgegebene Messstelle nach § 29b des BImSchG und führen Messungen nach §§ 26, 28 des BImSchG durch. Unsere Gutachten und schalltechnischen Untersuchungen sind oft Grundlage für Genehmigungsverfahren/-anträge.

Neben Messungen und Prognosen bietet die deBAKOM Beratungsleistungen in mehreren Bereichen an: Neben Bauakustik, Ausführung von Lärmschutzmaßnahmen, Erstellung von Sanierungslösungen gehört auch die Begleitung von Genehmigungsverfahren, sowie die Bauplanung und die Entwicklung passgenauer Messkonzepte dazu.

Online Berechnung

Welche Auswirkungen die Berechnung nach dem Interimsverfahrens im Vergleich zum bisherigem Verfahren auf Ihr Projekt hat, können Sie mit unserem Berechnungsprogramm überprüfen:
Berechnung starten

Schritt 4

Bitte geben Sie hier das A-bewertete Oktavspektrum der Schallleistung ein:
63Hz 125Hz 250Hz 500Hz 1000Hz 2000Hz 4000Hz 8000Hz

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